Im Gespräch
Wie wir einander begegnen
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Wenn wir sprechen, tauschen wir nicht nur Worte aus. Wir stellen uns dem anderen, lassen uns durch ihn bestätigen, aber auch herausfordern. Jedes Gespräch ist darum eine Begegnung, in der der Mensch aufs Ganze gefordert ist.
Wie man schlecht schreibt
Die Kunst des stilistischen Missgriffs
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Gibt es heute noch gültige Kriterien, um gutes Schreiben von schlechtem zu unterscheiden? Auf originelle und amüsante Weise macht der Autor sich an die Beantwortung dieser Frage.
Dienstboten
Von den Butlern bis zu den Engeln
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Der vorliegende Essay verfolgt anhand großer Texte, von der Bibel über John Milton und Diderot bis zu Kafka, die Bedeutungsvielfalt des Dienens, setzt sich mit der Dialektik von Herr und Knecht auseinander und endet mit einer Skizze des modernen Fürsorgestaates, der zum Dienstboten einer schlechtgelaunten Gesellschaft von Solipsisten geworden ist.
Provinz
Von Orten des Denkens und der Leidenschaft
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Provinz beherbergt nicht nur Langeweile und Stumpfsinn, sondern auch viele der besten Universitäten der Welt sowie die Zentralen des Tech-Kapitalismus. Sie kann Nährboden für Konzentration und Leidenschaft sein.
Radiozeiten
Vom Ätherspuk zum Podcast
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Hundert Jahre Radio: Stephan Krass lässt die Erfolgsgeschichte des Rundfunks Revue passieren.
Zeit meines Lebens
Was war und noch ist
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Hannelore Schlaffer zeigt sich in ihren autobiographischen Miniaturen als feinsinnige Chronistin der intellektuellen Emanzipation.
Jahrmarkt der Befindlichkeiten
Von der Zivilgesellschaft zur Opfergemeinschaft
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Droht sich die berechtigte Forderung nach Gleichberechtigung in ihr Gegenteil zu verkehren? Ab welchem Grad der Segregation selbststilisierter Opfergruppen beginnt ein Gemeinwesen zu zerfallen?
Kampagne in Deutschland
Bénédicte Savoy und der Streit um die Raubkunst
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Die Restitutionsdebatte zeigt modellhaft, wie moralisch aufgeladene Kampagnen und identitätspolitische Forderungen zunehmend rechtsstaatliche Prinzipien aushebeln.
Entfremdet
Zwischen Realitätsverlust und Identitätsfalle
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Der Entfremdungsbegriff war einst in aller Munde. Alexander Grau aktualisiert einen durch zu häufigen Gebrauch verschlissenen Begriff.
Was vom Adel blieb
Eine bürgerliche Betrachtung
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Was unterscheidet den Bürger vom Adeligen?
Inwieweit weichen ihr öffentliches Erscheinungsbild,
ihr privates Selbstverständnis voneinander ab?
Was hat von der vormodernen Gesellschaft überlebt?
Der Scheich
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Scheichs gehören zu den finanzkräftigsten
Neureichen unserer Zeit. Worauf gründet ihr
Reichtum? Wie vermehren und stellen sie
ihn zur Schau? Welche Rolle kommt dabei der
westlichen Kunst zu? Und wer oder was kann
ihnen gefährlich werden?
Hingabe
Versuch über die Verschwendung
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Im Internetzeitalter scheinen wir in einer postpassionierten Gesellschaft zu leben. Statt in das Klagen darüber einzustimmen, empfiehlt Martin Scherer ein wirksames Gegenmittel: Hingabe.
Kulturpessimismus
Ein Plädoyer
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Die Gefahr, die westlichen Gesellschaften gegenwärtig droht, besteht in der bedingungslosen Affirmation des Vorhandenen.
Deutschlandglotzen
Ganze Tage vor dem Fernseher
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Einer statistischen Erhebung aus dem Jahr 2019 zufolge sitzen die Deutschen durchschnittlich nahezu ein Viertel ihrer Wachzeit vor dem Fernseher. Und das, obwohl die Jüngeren sich längst dem Internet zugewandt haben.
Wen laden die Deutschen sich da alltäglich in ihr Wohnzimmer, wer betritt die Bühne ihres Zimmertheaters? Wie wird das Publikum bei der Stange gehalten, Einfluss auf sein Alltagsleben ausgeübt? Welche dramaturgischen Techniken und Tricks kommen dabei zum Einsatz?
Gerhard Stadelmaier verbrachte wochenlang ganze Tage vor dem Fernsehbildschirm, ließ all das auf sich wirken, was die Öffentlich-Rechtlichen ihrem gebührenpflichtigen Publikum zu bieten haben, um Antworten auf diese Fragen zu finden. Überraschende Parallelen taten sich ihm dabei auf zwischen Shakespeares Bühnenhelden und dem Personal des »größten deutschen Staatstheaters«.
Apoll und Daphne
Geschichte einer Verwandlung
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Jahrhundertelang waren Ovids »Metamorphosen« eine Quelle der Inspiration für Künstler und Literaten. Warum es auch heute noch lohnt, sich mit einem Autor auseinanderzusetzen, der wie kaum ein anderer die abendländische Kulturgeschichte geprägt hat.
Der Osten
Eine politische Himmelsrichtung
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Ticken die Uhren im Osten wirklich anders? Oder mangelt es dem Westen einfach nur an Phantasie, um sich ein Europa abseits von Brüssel vorzustellen?
Unsere Wünsche
Gift und Zauber
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Der Mensch ist ein wünschendes Wesen. Aber kann er dem Zustand wunschlosen Glücks jemals nahekommen?
Der Deutsche
Fortpflanzung, Herdenleben, Revierverhalten
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Der ewige Deutsche– hat es ihn jemals gegeben, und wenn ja, was ist von ihm geblieben? Oder ist er verschwunden, nachdem sich Deutschland, rücksichtsloser als jedes andere europäische Land, modernisiert und von seiner Vergangenheit abgekehrt hat?
Glamour
Über Das Wagnis, Sich Kunstvoll Zu Inszenieren
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Glamour entsteht, wo sich Schönheit und Eleganz öffentlich inszenieren und in den bewundernden Blicken der Zuschauer spiegeln. Opulent und doch prekär, ganz präsent und doch kaum nahbar, ist die glamouröse Erscheinung eigens für den Moment geschaffen und beansprucht doch Dauer.
Seine hohe Zeit hatte Glamour in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, als die Aura der Leinwandstars das Kinopublikum in Bann zu schlagen vermochte. Er braucht das Rampenlicht, setzt Eigensinn und Risikobereitschaft voraus, ist verschwenderische Lust an der Selbstinszenierung. Glamour entfaltet seine Wirkung fast schockartig, verschlägt den Atem, macht sprachlos. Wer ihm begegnet, verlässt die Niederungen des Alltags.
Obwohl wir heute im öffentlichen Raum fast ausschließlich von ästhetischer Tristesse umgeben sind, scheint das Verlangen nach solchen glanzvollen Auftritten zaghaft wiederaufzuleben. Ute Cohen jedenfalls erkennt in unserer Gegenwart ermutigende Anzeichen dafür, dass der Glamour seine bezwingende Strahlkraft nicht verloren hat.
Takt
Über Nähe und Distanz im menschlichen Umgang
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Allerorten wird der Verlust der Mitte beklagt. Auch in unseren Umgangsformen offenbart er sich: Moralismus auf der einen Seite, narzisstische Selbstentblößung und Verrohung auf der anderen. Vielleicht schlägt gerade jetzt die Stunde der lange gescholtenen »Sekundärtugenden«?
Das Taktgefühl ist eine von ihnen. Es gewährt mentalen Schutz, lässt uns dem anderen mit Verständnis begegnen, ohne dass wir seine Motive zwangsläufig nachvollziehen müssen. Obgleich es auf Konventionen beruht, ist es doch mehr Improvisation als Spiel nach Noten. Mit diesem Essay legt Martin Scherer eine Analyse des Taktgefühls vor. Es ist zugleich eine Hommage an die Höflichkeit und ein Lob der distanzierten Nächstenliebe. Denn nur Abstand und Ritual bieten Schutz vor Verletzung und vermögen jene hochaggressive Spezies namens Mensch zu kultivieren.
Rechts und links
Zur Karriere Einer Folgenreichen Unterscheidung In Geschichte Und Gegenwart
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Nach dem Ende der Sowjetunion galt die Unterscheidung »rechter« und »linker« politischer Strömungen als veraltet. In einer globalisierten Welt sollten politische Entscheidungen nicht mehr durch ideologische Kategorien bestimmt, sondern fortan sachgerecht getroffen werden.
Spätestens nach den Terroranschlägen von 2001 erwies sich die Vorstellung vom Ende der Geschichte als Illusion. Seitdem kehrt das binäre politische Ordnungsmuster mit Macht zurück, allerdings neu akzentuiert. Kaum ein Mensch will und darf in Deutschland mehr rechts sein. Die Zuschreibung »links« ist hingegen weniger stark negativ belastet. Wie variabel die Positionierung zwischen den beiden Polen allerdings sein kann, zeigt sich mit Blick auf Selbstverständnis und Außenwahrnehmung der Nationalsozialisten und auf die Richtungskämpfe im Kommunismus.
Peter Hoeres belegt eindrucksvoll, dass die Renaissance des binären politischen Ordnungsschemas auf Konstanten beruht, die sich durch die gesamte menschliche Geschichte ziehen. »Rechts« war, im Gegensatz zu heute, historisch überwiegend positiv, »links« überwiegend negativ besetzt. Eine politische Umwertung erfolgte erst im Zuge der Französischen Revolution. Mit der zunehmenden normativen Zuspitzung droht das binäre Schema inzwischen zur Gefahr für den Rechtsstaat und das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft zu werden.
Vom Antlitz Zum Cyberface
Das Gesicht im Zeitalter seiner technischen Manipulierbarkeit
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Die unterhaltsamste Fläche auf Erden sei das menschliche Antlitz, befand der Philosoph und Physiker Georg Christoph Lichtenberg. Vom ersten Kinderlächeln bis zur zerfurchten Greisenstirn, vom beglückten Strahlen bis zur Schmerzensfratze ist es die Bühne für unsere Gefühle. Doch in seiner schier unendlichen Wandelbarkeit ist es nicht nur unterhaltsam, es ist auch geheimnisvoll, eine Landschaft, die unser Inneres sowohl offenbaren als auch verbergen kann.
Durch die ganze Geschichte hindurch haben Menschen ihr Gesicht mit Schminke, Bart oder auch Schmuck verziert, um ihrer Persönlichkeit Ausdruck zu verleihen, Unvorteilhaftes zu korrigieren, Schmeichelhaftes hervorzuheben. Heute ist die technische Entwicklung dabei, das Verhältnis von Natürlichem und Künstlichem zu verkehren. Der zunehmende Einsatz von Schönheitschirurgie, Photoshop oder KI-generierten Deep Fakes degradiert das reale Antlitz zum bloßen Material, aus dem ein beliebig wählbares virtuelles Konterfei geformt werden kann. Andrea Köhler beleuchtet, wie aus der unterhaltsamsten Fläche auf Erden eine nahezu grenzenlos manipulierbare geworden ist.
Rüpel und Rebell
Die Erfolgsgeschichte des Intellektuellen
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Viel ist über den Intellektuellen in seiner Rolle als Wortführer des Geistes geschrieben worden. Sein Stil und Gebaren aber wurden dabei kaum gewürdigt. Hannelore Schlaffers Essays rücken sie ins Zentrum der Aufmerksamkeit.