Jerusalem (German)
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In Dalarne
by Selma Lagerlöf
Part 1 of the Jerusalem (German) series
Auszug: "Es ist fraglos, daß unter den dichtenden Frauen aller Zeiten Selma Lagerlöf den allerersten Rang einnimmt. Das ist vielleicht kühn gesagt – aber es ist darum nicht weniger richtig. Von Sappho angefangen, deren Ruhm bis in unsre Tage stets mehr der Person als ihrem Werke galt, finden wir nicht eine Frau, die in solcher Weise reiche und große Kunst schuf, wie die geniale Tochter Upsalas. Von allen Dichterinnen bis zum neunzehnten Jahrhundert wird heute überhaupt keine mehr gelesen, und die schreibenden Damen dieses Jahrhunderts sind auch zum größten Teile längst, und mit Recht, vergessen. Die Frau de Staël verdankt ihren Ruf viel mehr ihren Abenteuern als ihren Werken, dasselbe gilt von der romantischen Gräfin Hahn-Hahn und der schönen und geistreichen Freundin Mussets, Georges Sand. Der Ruf der Beecher-Stowe, der Verfasserin von »Onkel Toms Hütte«, beruht auf dem Zufallswerte, daß ihr sentimentaler Roman zeitlich mit der Sklavenemanzipation der Südstaaten und dem zum Teil sich darum drehenden nordamerikanischen Bürgerkriege zusammenfiel. So bleiben am Ende nur Elisabeth Barrett-Browning und – vielleicht – die Droste-Hülshoff, deren dichterische Schöpfungen einen bleibenden Wert haben."
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Im Heiligen Land
by Selma Lagerlöf
Part 2 of the Jerusalem (German) series
Auszug: "Es war ein brennend heißer Augustmonat in Palästina. Jeden Tag stand die Sonne gerade über dem Kopf der Menschen. Da war nicht eine Wolke am Himmel, und seit dem April hatte es nicht geregnet. Es war gar nicht schlimmer, als es um diese Zeit des Jahres zu sein pflegte, aber es war trotzdem fast unerträglich. Man wußte nicht recht, was man tun sollte, um die Hitze fernzuhalten, oder wohin man fliehen sollte, um ihr zu entgehen. Unten in Jaffa war es vielleicht noch am besten. Gerade nicht in der Stadt selbst, die mit ihren dicht zusammengedrängten Häusern auf ihrem steilen Felsen aufragte wie eine einzige große Festung, wo ein unleidlicher Geruch aus den engen Straßen und den großen Seifensiedereien aufstieg. Aber die Stadt lag dicht am Meer, und von dort kam doch etwas Kühlung. In der Umgegend konnte es sicher einigermaßen erträglich sein, denn Jaffa lag inmitten von wenigstens fünfhundert Orangenhainen, in denen die unreifen Apfelsinen unter harten, dunkelgrünen Blättern hingen, die sich ganz und gar nicht von dem Sonnenschein beeinflussen ließen."
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