Im Juni 2026 wurde ein KI-Modell drei Tage nach seinem Start wieder abgeschaltet - per Regierungsdirektive, über Nacht, weltweit. Neunzehn Tage später war es zurück, freigegeben durch dieselbe Entscheidung von außen, die es genommen hatte. Für jeden, der seinen Betrieb auf gemietete Intelligenz stützt, war es kein technischer Ausfall, sondern eine Lektion: Über die Fähigkeit, auf der das eigene Geschäft läuft, verfügt womöglich ein anderer.
Wir lagern längst nicht mehr nur Rechenleistung und Daten aus, sondern das Denken selbst - an eine Handvoll Anbieter, die Preis, Zugang und Sichtbarkeit über Nacht verändern können, und hinter ihnen an Mächte, mit denen kein Vertrag besteht. „Geliehene Intelligenz" zeigt, warum digitale Souveränität nicht Autarkie bedeutet und auch nicht Besitz, sondern etwas Messbares: die Kontrolle darüber, wie schnell und zu welchem Preis man wechseln kann, wenn ein anderer die Regeln ändert.
Ein Buch für Entscheider, die wissen wollen, welche ihrer Fähigkeiten ihnen wirklich gehören - und welche nur geliehen sind.