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David, the forgotten child

Between tower and trench

Helmut Lauschke
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About

Es handelte sich um einen hageren kleinen Jungen, der auf dem Bahnsteig zurückblieb und verloren ging und von einer Frau in Wehrmachtsuniform aufgelesen wurde. “Junge, du kannst hier nicht in der Kälte bleiben“, sagte die Frau, hob ihn hoch und trug ihn in einen kleinen, beheizten Raum. "Auf wen wartest du?" Sie fragte. “Zu meinen Eltern, sie sind ohne mich mit dem Zug gefahren“, sagte der Junge. "Wie heißen Sie?" Sie fragte. "Mein Name ist David." Die Frau in Uniform: “Und wo kommst du her?“ Junge: “Wir wurden mit dem LKW vom Dorf in die Stadt und zu Fuß zum Bahnhof gebracht, wo wir am Bahnsteig warten mussten.“

David: “Zwei Dinge dominieren die Landschaft, die Türme und die Schützengräben. Bei den Türmen unterscheiden sich die Kirchtürme von den Wach- und Schießtürmen und bei den Schützengräben sind es zum einen die Schützengräben für militärische Verteidigung und andererseits die Schützengräben zum Auffüllen mit erschossenen Männern, Frauen und Kindern. Es ist die Landschaft der Trostlosigkeit, Verderbtheit und Verlorenheit und der Schande der Arroganz und des Mangels an Brot und Menschlichkeit.”

Professor David Blumenthal: “Es war die Zeit der großen Prozesse der 1950er und 1960er Jahre über die Ereignisse von Auschwitz. Einerseits ging es um die inhaftierten Menschen, die das Konzentrationslager überlebt hatten, und andererseits um die anderen Menschen, die das Konzentrationslager überlebt hatten waren die Täter in den Lagern, sei es als Lagerleiter, “Lagerarzt“, Aufseher oder sonstige Hilfsperson. Bei diesen Prozessen kam es zu großen Problemen bei der Berichterstattung über das Geschehen im Lager.

Der Zugang zur Seele erfolgt durch eine Tür, für deren Aufschließen ein spezieller Schlüssel erforderlich ist. Eine außergewöhnliche Frau gab das Wort “Seelenöffner“. Diese Frau rettete mir zur Zeit der Judentransporte in das Konzentrationslager Auschwitz das Leben, als sie mich als vergessenes neunjähriges Kind vom Bahnsteig holte und in ihr kleines Hinterhaus brachte und mir zu essen und einen Schlafplatz gab.

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